Therapiemethoden

Traditionelle europäische naturheilkunde

Früher hatten wir ein grosses Wissen, wie wir mit der Kraft der Natur Krankheiten heilen oder lindern können. Leider ist gerade in der europäischen Medizin viel davon verloren gegangen.

Der Ansatz der Europäischen Naturheilkunde ist dem der Traditionellen Chinesischen Medizin, dem Ayurveda und der Tibetischen Medizin sehr ähnlich. Sie haben alle mehr oder weniger dieselbe Basis und dieselben Kernprinzipien. Ich finde es faszinierend, dass diese Medizinsysteme unabhängig voneinander dieselben Schlüsse ziehen und bin daher auch überzeugt, dass diese alternativen Medizinsysteme sinnvoll sind.

Wenn man sich überlegt, dass wir tagtäglich denselben äusseren Einflüssen ausgesetzt sind, wird einem auch klar, dass diese, wenn sie nicht optimal sind, grossen Schaden anrichten können. Genau hier setzt die alternative Medizin an, um unsere Gesundheit nachhaltig zu verbessern. Es ist wichtig für unseren Körper, welche Qualität die Luft hat, die wir einatmen, wie häufig wir an der frischen Luft sind und dabei Sonne tanken. Genauso wichtig ist es, welche Qualität das Wasser hat, das wir täglich trinken und die der Lebensmittel die wir konsumieren.

Auch die Jahreszeiten werden berücksichtigt, da sich dabei das Klima, das auf uns einwirkt, verändert und sich unser Körper den veränderten Umweltbedingungen anpassen muss. Bestimmte Beschwerden z.B. Arthrose können sich unter Einfluss von Kälte verschlechtern oder ein Wetterumschwung kann eine Migräne zur Folge haben. Mit der richtigen Ernährung können wir unseren Körper unterstützen, damit er mit diesen veränderten Umweltbedingungen zurecht kommt. Im Winter ist es beispielsweise besonders wichtig, dem Körper Wärme zuzuführen, um die von aussen auf uns einwirkende Kälte auszugleichen. Zu den äusseren Faktoren gehören aber auch unser tägliches Umfeld, sowie unser Alltag. Es ist entscheidend, was wir dabei erleben und fühlen. Wut greift beispielsweise die Leber an, Sorgen den Magen und Trauer schadet der Lunge. Der Einfluss ist sogar in unserer Sprache zu sehen, mit Ausdrücken wie, mir ist eine Laus über die Leber gelaufen oder das schlägt mir auf den Magen. Körper und Psyche werden in der Naturheilkunde als eine Einheit verstanden. Sie beeinflussen sich gegenseitig und können daher nicht getrennt voneinander betrachtet werden.

Phytotherapie

Die Phytotherapie ist eine anerkannte Therapiemethode. In der Forschung werden Heilpflanzen auf ihre medizinische Wirkung untersucht. Dabei bestätigt sich häufig, was unsere Vorfahren aufgrund von langjähriger Beobachtung und Weitergabe ihres Wissens über die Kräuterheilkunde bereits in Erfahrung gebracht haben. Einige Medikamente basieren auf Wirkmechanismen, die man sich von der Pflanzenwelt abgeschaut hat. Auch werden gewisse Heilfplanzen von der Schulmedizin heutzutage therapeutisch eingesetzt. Beispielsweise Digitalis-Präparate, die eine stärkende Wirkung auf den Herzmuskel haben, enthalten Digoxin, welches natürlicherweise im Fingerhut vorkommt. Da Fingerhut toxische Eigenschaften hat und in der falschen Dosierung gefährlich wäre, wird das Präparat so hergestellt, dass es sicher eingenommen werden kann.

Kamille- und Pfefferminztee sind zwei Heilpflanzen die viele vermutlich bei Magen-Darm-Beschwerden schon einmal ausprobiert haben. Kamille hat eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung und Pfefferminze wirkt krampflösend, was erklärt, warum sie bei Beschwerden des Verdauungstraktes hilfreich sein können.  Bei einer Erkältung haben Sie vieleicht auch bereits einen Erkältungstee getrunken, um die Symptome zu lindern. Darin ist beispielsweise häufig der schleim- und krampflösenden Thymian enthalten, der zudem auch einen antiviralen Effekt hat oder auch der Spitzwegerich, der Entzündungen entgegenwirkt. Das ist aber nur ein kleiner Einblick in die therapeutischen Möglichkeiten, die uns Heilfplanzen bieten. Die Phytotherapie kann noch sehr viel mehr. Ganz nach dem alten Sprichwort, „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“.

Ich arbeite am liebsten mit Tinkturen und Teemischungen, da dort keine unnötigen Zusatzstoffe enthalten sind.

Ernährung

Eine individuell abgestimmte Ernährung kann unsere Gesundheit positiv beeinflussen. Es gibt Lebens-mittel, die beispielsweise unsere Darmflora optimieren und dadurch unser Immunsystem stärken, Entzündungen entgegenwirken oder bei einem erhöhten Blutdruck helfen können.

Ernährung soll Spass machen und schmecken. Da ich selber leidenschaftlich gerne koche, werden Sie bei mir keine langweiligen Vorgaben erhalten. Ich kreiere gerne eigene Rezepte und experimentiere mit verschiedenen Geschmackskomponenten. Damit Sie auch aus eher unbekannteren Zutaten, wie beispielsweise Buchweizen, leckere Gerichte zaubern können, helfe ich Ihnen auch gerne mit Inspiaration für Rezepte aus.

Da eine Umstellung der Gewohnheiten meistens nicht so leicht ist, braucht es Geduld und kleine Veränderungen. Ich sehe es als meine Aufgabe als Therapeutin, die Ernährung auf Sie persönlich abzustimmen. Wenn sie ein bestimmtes empfohlenes Lebensmittel nicht mögen, dann gibt es immer Alternativen. Ernährung ist etwas sehr Persönliches. Wenn Sie ab und zu gerne ein Glas Wein trinken oder eine Schwäche für Schokolade haben, dann darf das auch so bleiben.

Für mich ist eine sinnvolle Ernährung regional, saisonal und abwechslungsreich. Fertigprodukte, Zusatzstoffe aber auch zu viel Rohkost sollten dagegen mehrheitlich gemieden werden. 

Psyche

Psychische Gesundheit ist ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt. Häufig fühlen sich Betroffene nicht verstanden, nicht ernst genommen und bei einigen führen die aktuell möglichen Therapieansätze auch leider nicht zu einer Besserung. In der alternativen Medizin gibt es einige Ansätze, wie man den Körper zusätzlich zur Therapie mit Ernährung und Phytotherapie unterstützen kann. 

Die Ansätze der chinesischen Medizin finde ich in diesem Zusammenhang sehr interessant. Es gibt hier beispielsweise nicht eine Form der Depression, sondern unterschiedliche Muster, die jeweils einen anderen Therapieansatz benötigen. Ein Ungleichgewicht im Funktionskreis der Milz führt zu Gedankenkreisen, ist das Herz betroffen tritt Unruhe auf, ist es die Niere so hat man Mühe sich zu motivieren und bei der Leber wird man reizbar. 

In der TCM werden Symptomkomplexe beschrieben, die nicht nur die psychischen Symptome, sondern gleichzeitig auch die körperlichen abbilden.  Patienten spüren Ihren Körper selber am besten und nehmen daher auch die jeweils dazugehörigen körperlichen Symptome wahr, die auf keinen Fall eingebildet sind. Symptome wie Herzklopfen, Nachtschweiss, die Form der Schlafstörung oder auch Schwindelgefühle sind beispielsweise in der alternativen Medizin wegweisend dafür, welches Ungleichgewicht im Körper vorliegt.

Psychische Erkrankungen sind genauso körperlich wie andere Erkankungen. In der Naturheilkunde gibt es die Trennung von Körper und Geist nicht. Daher sollte bei vorliegenden Beschwerden auch beides therapiert werden. Beispielsweise schädigt die Emotion Trauer gemäss der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die Lunge und Wut die Leber. Es ist sinnvoll, psychologisch zu verstehen, woher diese Trauer oder die Wut kommt und wenn möglich das Problem zu lösen. Dennoch wurde das entsprechende Organ in Mitleidenschaft gezogen und benötigt nun genauso Unterstützung. Umgekehrt drücken sich Erkrankungen oder Ungleichgewichte der Organe auch mit bestimmten psychischen Symptomen aus. Das eine ohne das andere gibt es nicht.

Eine Depression, wie auch andere psychische Erkrankungen sind ernstzunehmende schwerwiegende Krankheitsbilder. Daher ist es wichtig sich hierbei ärtzliche Hilfe zu holen. Die alternative Medizin kann unterstützend eingesetzt werden, ersetzt aber nicht den Besuch beim Arzt.

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